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 Ascona  
Casa Serodine in Ascona  
Das Haus der Familie Serodine entstand im Zuge der urbanischen erneuerung von Ascona in 16. und 17. Jahrhundert. in dieser Zeit wurde auch der Palazzo Papio für den Asconeser Bürger Bartolomeo Papio erbaut, einen Kaufmann, der es dank glücklichen Umständen in Rom zu Reichtum und Ehren gebracht hatte. Sein Haus steht gegenüber der Casa Serodine und dient heute als Rathaus. Man darf zu Recht annehmen, dass Cristoforo Serodine sein haus zu Beginn des 17. Jahrhunderts als sichtbares Zeichen seines hohen sozialen Standes erbaute, nachdem er von einem langen Aufenthalt in Rom nach Ascona zurückgekehrt war.

Die Fassade der Casa Serodine ist Warscheindlich das gemeinsame Werk der beiden Künstlersöhne der Serodines: die Stuckarbeiten von Giovanni Battista, die Entwürfe von Giovanni. Biblische Szenen sind dargestellt: Adams Ermahnung und Sündenfall, die Vertreibung aus dem Paradies, David und Bathseba, Davids Bestrafung. Die Figurenpaare, David und Bathseba, Adam und Eva in den Giebelfedern der seitlichen Fenster, Wiegen die Zentralfigur der madonna mit Kind auf. Deutlich römischer Abkunft ist die lineare Anordnung der Dekorationen. Das Haus ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie Künstler in der Emigration Stilrichtungen angenommen und in der Heimat nach eigenem Geschmack variiert haben.

Giovanni Serodine, der jüngste und berümteste Sohn der Familie, war Kunstmaler. Wohl der beste vergangener Zeiten der Tessins. Er schuf, beeinflusst von Caravaggio, Bilder in Rom, Spoleto und Ascona. Drei Gemälde sind in der Kirche St. Peter und Paul von Ascona zu bewundern.
Die Casa Serodine gehört dem Patriziat von Ascona. Nach Restaurierungsarbeiten ist sie heute Sitz des Tourismusvereins von Ascona und Losone. Zusätzlich befinden sich in einem Raum im Parterre Werke von Richard Seewald aus seiner Stiftung.

Artikel von ex Ente Turistico Ascona.
Mit besten Dank an Brigitte Naretto.


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