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Bosco Gurin ... und die Walser  
Bosco Gurin als höchstgelegenes Dorf des Tessins befindet sich auf 1507m ü.M. und blickt auf eine mehr als siebenhundertjährige Geschichte zurück. Tatsächlich ist urkundlich belegt, dass Bosco Gurin bereits 1253 eineunabhängige Gemeinde mit einem eigenen Statthalter war.Das Dorf ist vorwiegend von Nachfahren der Walser bewohnt, die das Gebiet einst besiedelt hatten. Die Einwohner sprechen neben Italienisch Gurinerdeutsch, einen deutschen Dialekt. Die Kultur dieses Bergvolkes hat den Charakter des Dorfes geprägt, der bei einem Spaziergang im Dorf noch durch etliche Bauten wie z.B. die  ahlreichen Speicher, den Grossteil der Wohngebäude und die Gadumdschi  erkennbar ist. Bosco Gurin erfuhr nach den ersten Ansiedlungen durch die über die Gurinerfurka gekommenen Walser trotz der Härte des auhen Lebens in den Bergen eine gewisse demographische Entwicklung. Diese Härten erreichten mit den auf Bosco Gurin niedergegangenen Lawinenihren Höhepunkt und wurden zur Tragödie. Man erinnert sich dabei vorallem an die Lawine von 1695, die 34 Opfer forderte und das halbe Dorf zerstörte, und die 1749 niedergegangene, der 41 Personen zum Opfer fielen und die ebenfalls einen Teil des Dorfes verwüstete. Damals wurde das Wohngebiet am rechten Flussufer definitiv aufgegeben.Wie viele andere Dörfer der Seitentäler litt Bosco Gurin zunächst unterder saisonalen Abwanderung und Auswanderung nach Übersee. Später folgte die Landflucht als eine von den Anforderungen des modernen Lebens diktierte Erscheinung. Die Einwohner von Bosco Gurin arbeiteten saisonal als Maurer, Maler und Gipser ausserhalb des Dorfes und stellten im Winter Gefässe und andere Gegenstände aus Holz her, die sie dann auf den Markt nach Locarno brachten. In den letzten Jahren hat sich die Gemeinde dank beträchtlichen Investitionen zu einem beachtlichen Wintersportzentrum entwickelt.
Der Dorfeingang wird von einigen Kapellen gesäumt, die entlang dem alten Saumpfad liegen.

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