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| Excursionen im Maggiatal |
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Das Maggiatal bedeckt einen Fünftel der Gesamtfläche des Kantons Tessin und wir jährlich von unzähligen Touristen besucht. Beliebte Ausflugziele sind die Kirche Madonna delle Grazie in Maggia, die Piazza und das Museum in Cevio, Bosco Gurin und das Rovanatal, der Wasserfall von Foroglio und das Bavonatal, Fusio und das Lavizzaratal mit der neuen Bottakirche in Mogno. Das Maggiatal bedeutet aber auch Natur. 700 Kilometer Wanderwege, gegen 40 Bergseen, Exkursionen aller Schwierigkeitsgrades und die mannigfaltige Flora und Fauna.
Das Wildeste Alpental JESUS MARIA HIER WAR EINMAL SCHÖNES LAND. Der dramatische Satz auf einem Felsblock bei Fontana (Bavonatal) erinnert an einen Bergsturz. Er beinhaltet einen Grossteil der Geschichte dieses Tales. Immer wieder haben Überschwemmungen und Bergstürze das wenige fruchtbare Land zerstört und Menschenopfer gefordert. Zuletzt in den 90iger Jahren, als in Roseto eine Geröllawine Häuser und schlafende Menschen unter sich begrub. Die Naturgewalten bestimmen seit Menschengedenken das Leben im Maggiatal und seinen Seitentälern, dem Rovana-, Bavona-und dem Lavizzaratal. Sie führten dazu, dass beispielsweise die Bewohner des Bavonatals heute noch ohne elektrischen Strom auskommen müssen und das Tal im Winter unbewohnt bleibt. Nicht von ungefähr trägt es den zweifelhaften Ruf des "wildesten Tales" der Schweizer Alpen.
Leben unter Steinen Wer in dieser unwirtlichen Gegend überleben will, muss sich den Gegebenheiten anpassen und mit ihnen leben lernen. Überall wo es möglich war, haben die Menschen unter den Felsblöcken Höhlen gegraben, vorne, zugemauert und schon hatten sie einen Schuppen, einen Unterstand, sogar eine Wohnung oder einen Keller. Die Bewohnerinnen und Bewohner dieses Tals haben sich überall unter die Felsen verkrochen, weil sie da Schutz und Sicherheit vor den Unbilden der Natur fanden. Der Hunger zwang die Bavonesi aber auch, Erde auf die Felsblöcke zu tragen und dort kleine (hochwassergeschütze) Dachwiesen anzulegen, die dann ein paar Körbe Heu mehr für den Stall einbrachten.
Das Tal der Tränen Das Leben der Vorfahren im Tal war von harter Arbeit, Mühsal, Erschöpfung und Schmerzen geprägt, die nur durch einige seltene Freuden und das nie in Frage gestellte Versprechen abgemildert wurden, dass nach dem Tal der Tränen das Paradies folgen werde. Es gibt zahlreiche Beweise dafür. Für ewig in den Stein gemeisselt sind jene Wege im Prato-und Bavonatal, die Stufe für Stufe in den heimtückischen Felsen geschlagen werden mus-sten, bis sie auf die Wege der benachbarten Täler stiessen.. Das Leben hier hatte noch bis vor wenigen Jahrzehnten herzlich wenig mit der verschiedentlich zwischen Buchdeckeln präsentierten Tessiner-ldylle zu tun. Die Auffassung, hier habe der Mensch in perfekter Harmonie mit der Natur gelebt, entspringt vor allem deutschschweizerischem Aussteigerdenken. Im Maggiatal zu leben und im Maggiatal Ferien zu geniessen, sind zwei verschieden Dinge. Das ist übrigens auch heute noch so und wird von den im Sommer zahlen-mässig den Einheimischen ebenbürtigen Touristen und Ferienhausbesitzen gerne vergessen. Der Fluss Bestimmt das Leben d ie Maggia hat das Sagen im Talgrund. Unter den Brücken von Bignasco vereinigen sich die Bavona und die Lavizzara; von nun an fliesst das Wasser ruhig bis Visletto, wo die Rovana einmündet. Seit die Wasser weiter oben in den Bergen zur Stromgewinnung genutzt werden, hat die Maggia rund drei Viertel ihrer Wassermenge ein-gebüsst. Ein dünnes Rinnsal, das normalerweise brav zwischen Kiesbänken vor sich hinplätschert. Wehe aber, wenn sie nach einem Sommerregen innert weniger Minuten zum mächtigsten und zerstörerischsten Strom der Schweiz anschwillt und mehr Wasser mit sich führen kann als der Rhein unter Basels Brücken!
Wandern Das Vallemaggia bietet hunderte von leichten bis anspruchsvollen Wanderwegen in einer vielfältigen und höchst interessanten Landschaft mit Bergen, Alpen, Bergseen, ursprünglichen Dorfbildern, die von Kultur und Geschichte zeugen. Das Maggiatal ist durch Bergpfade und Pässe mit zahlreichen anderen Bergtälern verbunden: mit den Dörfen des Pedemonte (Centovalli), mit dem Onsernonetal, dem Verzascatal, der Leventina, dem Bedrettotal und mit Italien (Formazza oder Pommat).Sehr malerisch sind aber auch die Verbindungswege, welche die verschiedenen Seitentäler des Maggiatals untereinander verbinden: Vom Boscotal ins Campotal über den Quadrellapass; von Bavonatal ins Pecciatal oder ins obere Lavizzaratal über Robiei, Cristallina, Naret. Interessant ist auch eine von Wanderung von Locarno nach Airolo: Man folgt über weite Strecken dem alten Säumerweg, der durch malerische Dörfer und eine vom Menschen geprägte Landschaft führt und immer wieder einen direkten Kontakt mit der lokalen Bevölkerung ermöglicht.
Dieses Artikel wurde uns freundlicherweise von der SCADA ( Vereinigung der Geschäftsläute und Gewerbetreibenden von Ascona) zur Verfügung gestellt. Die SCADA pubbliziert auch die sehr beliebte Zeitschrift "Ascona per lei" wo dieses Artikel Kopiert wurde. Danke!
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